Die schlechte Entlohnung der Künstler
Heute haben wir im Blog von Robert Basic einen Chart über die Umsatzverteilung im Musikgeschäft gefunden. Das Fazit: Während die Justaloud Künstler mit 85% am Gewinn beteiligt werden, bleibt beim physischen Vertrieb und dem restlichen Digitalvertrieb nur 4% für den Musikschaffenden übrig. Das ist hart.
Die Grafik bezieht sich auf die Umsatzverteilung bei CD-Verkäufen:

Was man anmerken sollte ist, dass die GEMA-Gebühren auch dem Künstler anteilig zugeführt werden. Zwar kommt es schon öfters vor, dass Interpret und Komponist nicht die selbe Person sind. Trotzdem sind beide Künstler und der Komponist wird eben über die GEMA abgerechnet.
Hier die Aufschlüsselung für den phyischen Vertrieb:
Für beide Vetriebswege wird der Künstler also nur mit enttäuschenden 4% vom Umsatz entlohnt. Bei einem Album zum Preis von 15,99€ sind das 0,64€ pro verkaufte Scheibe. Bei einem Single Download zu einem (zu hohen) Preis von 1,39€ sind das 0,056€ pro Titel.
Aber jetzt die Frage an euch: Ist die Verteilung gerecht, oder gibt es in der Wertschöpfungskette Mitverdiener, die sich unausgewogen auf Kosten der Künstler bereichern?

10.04.08 (23:56)
Ich denke, dass der ganze traditionelle Vetriebsweg der Medien diese erheblich verteuern.Am meisten scheinen diejenigen daran verdienen zu wollen, die selbst nicht am kreativen Schaffensprozess der Künstler beteiligt waren/sind.Und dass der Verteilungsschlüssel der GEMA ungerecht ist, bedarf für Insider keiner weiteren Erläuterung mehr…..
Siggi Grundmann-Neubert
13.04.08 (09:46)
so ist das nunmal
4% da macht es die masse
es lebe das netz
danke
17.04.08 (22:09)
Also so verallgemeinern kann man das nicht.Ich habe schon einige Alben(leider zu wenig) über apple iTunes verkauft.Und bei einem Verkaufspreis von 9,99 Eur 6,99 Eur über meinen Zubringer erhalten.Das Problem liegt darin das man als noname artist leider
nicht genug bekannt ist und z.b. bei apple Itunes auch nicht promoted wird.Außerdem denkt natürlich jeder(mich eingeschlossen)die Leute warten nur auf meine Musik.Das Problem ist.Es gibt zu viel Musik
und nicht nur gute.Gut verdienen tuen nur die, die sowieso schon im Geschäft sind.Aber so ist es.
02.05.08 (20:58)
sicherlich habt ihr da alle recht - und es sollte/muß was getan werden! nur - warum macht ihr (musiker/künstler) es nicht selbst, promotet euch mehr, macht euch selbst bekannter und dementsprechend teurer?
und eh’ einer fragt:
justaloud ist ein “kind” der edelight-gmbh…
produkte dort einzustellen kostet nix.., dennoch finde ich dort niemanden der hier gelisteten…
habe gerade eben mal zwei von hier in meine lieblings- und merkliste gestellt.. ob das nun der burner ist/wird, ist durchaus fraglich,
doch da müßte eigentlich für alle was zu machen sein..
ergo:
als alleinige “vorreiterin” bei edelight in dieser sache, sieht’s wohl ziemlich einsam aus - da müßte massiv was reinkommen!
also:
hebt euer gesäß und macht mit, schaden kann’s nicht - nur besser werden.
Nein, ich werde von denen nicht bezahlt!
lG,
Heike
(Trudi bei edelight)
29.05.08 (18:42)
Zur Entlohnung der Künstler habe ich noch eine Frage. Ich konnte noch nichts zu dem Thema finden:
Da alle Songs zuerst kostenlos sind, könnten die Benutzer von Justaloud doch einfach sofort alles runterladen, was neu ist. So haben sie alles kostenlos. Wenn die Songs später teurer werden, haben sie die Songs schon.
Deshalb wäre es doch sinnvoll, dass der Preis sofort bei z.B. 20 Cent anfängt, wenn die Band vorher schon Erfolg hatte. Oder wird das eh schon so gemacht?
29.05.08 (22:31)
Hi Marco,
sobald jemand einen Song kauft, führt das dazu, dass der Song teurer wird. Genaueres findest du unter http://justaloud.com/info/pricing/
Es ist deswegen nicht so, dass alle Justaloud User den Song runterladen können und er später in der Zukunft teurer wird. Er wird dann teurer, wenn er bekannter wird. Das ist der Sinn des dynamischen Preissystems: Am Anfang billiger, damit der Song sich verbreiten kann. Wenn er dann gut ankommt hat er einen fairen Preis.
Viele Grüße
Chris